Soziale und helfende Berufe

Menschen in sozialen und helfenden Berufen müssen nicht nur ihre Arbeit machen, sondern auch mit den nicht immer nur angenehmen „Anhaftungen“ der Arbeit mit „speziellen“ Klient*innen bzw. Patient*innen leben.

Dies gilt in besonderem Maße für die Arbeit mit Unmotivierten und Unfreiwilligen, also in Zwangs- und Zuweisungskontexten, aber auch bei Veränderungs- und Beratungsresistenz von Klient*in/Patient*in und/oder ihren Angehörigen (und/oder Behörden ...). Und dann gibt es da noch die „Energiefresser“ und die „Therapeutenkiller“...

Wenn Erfolge nicht wahrgenommen und anerkannt werden, können sich Menschenfreundlichkeit und Idealismus – wichtige Grundlagen und Kraftquellen für die Arbeit in sozialen und helfenden Berufen – sogar in Burnout-Prädiktoren verwandeln.

Also lernen alle Helfer*innen in ihren Ausbildungen etwas über Nähe und „professionelle Distanz“. Aber was, wenn sich die eigenen Themen in die Arbeit mit Klient*innen schummeln?

Alter systemischer Witz: „Wer therapiert wen?“

Für die Selbstfürsorge und die Psychohygiene in sozialen und helfenden Berufen gibt es daher verschiedene bewährte Methoden, Mittel und Maßnahmen:

  • Kollegiale Beratung,
  • Supervision und Coaching,
  • Klausuren und Workshops,
  • Inhouse-Seminare.
Alle diese Formate haben zum Ziel, den Teilnehmenden Entlastung, Klärung, Orientierung und Stärkung zu verschaffen.

Übrigens: Anstelle von „professioneller Distanz“ versuche ich es immer mit professioneller Nähe. Klappt sehr gut.

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